Meine Ziele

Fünf politische Themenfelder liegen mir besonders stark am Herzen: Klima- und Umweltschutz, eine ökologische Verkehrswende, Bezahlbarer Wohnraum, Pflege und solide Finanzen. Hierzu habe ich viele Ideen und Ziele, die ich gerne als Landrat umsetzen möchte.

Klima- und Umweltschutz

Klima- und Umweltschutz betreffen uns alle, denn es geht um nicht weniger als die Erhaltung einer lebenswerten Erde für uns, unsere Kinder und für nachfolgende Generationen. Das Pariser Klimaschutzabkommen von 2016 verpflichtet uns zu einer Halbierung der CO2-Emissonen bis 2030 und einer Herstellung vollkommener CO2-Neutralität bis 2050, um die Klimaerwärmung auf 1.5 °C zu begrenzen. Ein globaler Temperaturanstieg über diese Grenze hinaus kann zu einem unkontrollierbaren, sich selbstverstärkenden Erwärmungsprozess führen, der eine massive Bedrohung für Menschen, Tiere aber auch die Wirtschaft ist. Die gute Nachricht ist, dass es noch nicht zu spät ist. Es ist nicht nur die große Politik auf der Weltbühne, in Berlin oder München, die jetzt schnellstmöglich handeln muss, sondern auch auf kommunaler Ebene gibt es viele bis jetzt ungenutzte Maßnahmen, Klima- und Umweltschutz konsequent umzusetzen. Im Jahr 2013 wurde ein integriertes Klimaschutzkonzept für den Landkreis Landsberg vorgestellt, das wie das Pariser Klimaschutzabkommen eine Reduktion der Treibhausgasemissionen von 50% bis 2030 vorsieht. Allerdings sind seit Veröffentlichung des Klimaschutzkonzepts bereits 6 Jahre vergangen und nur wenige der vorgeschlagenen Maßnahmen wurde bis heute wirklich umgesetzt. Stand jetzt, werden wir unser selbst gestecktes Reduktionsziel für den Landkreis deshalb deutlich verfehlen.

Ich möchte daher:

  • Die konsequente Umsetzung des Klimaschutzkonzepts für den Landkreis, z.B. indem der öffentliche Personennahverkehr und neue Mobilitätskonzepte (z.B. Carsharing) stark ausgebaut, Infrastruktur für alternative Antriebe geschaffen und Moore renaturiert werden.
  • Dass jegliche Entscheidungen des Kreistags immer unter einem Klimavorbehalt getroffen werden.
  • Die Klimaneutralität der Landkreisverwaltung und ihrer Liegenschaften bis spätestens 2030, z.B. durch Umstellung auf echten Ökostrom, Austausch von fossilen Heizungsanlagen, ein digitales Energiemanagement, Photovoltaik auf jedem Gebäude und die Umrüstung des Fuhrparks auf alternative Antriebe. Denn wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen und können von den Bürger*innen nichts fordern, was wir selbst nicht einhalten.
  • Ein ständiges, sachgebietsübergreifendes Klimaschutzmanagement und -monitoring.Wir müssen immer wissen wo wir stehen und bei Bedarf rechtzeitig eingreifen.

Bezahlbarer Wohnraum für alle

Wohnen ist ein Grundrecht. Unser Landkreis ist von starker Zuwanderung betroffen, was die Mieten und Grundstückspreise in kurzer Zeit stark steigen ließ. Bezahlbarer Wohnraum ist sowohl in der Stadt Landsberg als auch in den Gemeinden Mangelware. Dies führt dazu, dass Menschen mit geringen und mittleren Einkommen verdrängt werden. Wir dürfen uns als Landkreis daher nicht nur auf unsere Pflichtaufgaben berufen, sondern müssen uns gemeinsam mit den Gemeinden und der Stadt Landsberg gegen diese Entwicklung stemmen und verstärkt in den sozialen Wohnungsbau investieren.

Ausbau von ortsnahen Pflege- und Betreuungskapazitäten

Die Auswirkungen des demographischen Wandels betreffen auch den Landkreis, denn wir werden immer älter. Dies führt zu einem verstärkten Pflege- und Betreuungsbedarf, dem ein stark begrenztes Angebot an Plätzen und ein Mangel an Personal gegenübersteht. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und Angehörige zu entlasten, darf sich der Landkreis auch hier nicht nur auf seine Pflichtaufgaben konzentrieren, sondern muss gemeinsam mit den Gemeinden die Pflegekapazitäten ausweiten. Dies soll möglichst ortsnah und dezentral geschehen, damit Betroffene nicht aus ihrem gewohnten sozialen Umfeld herausgerissen werden.

Ich stehe daher für:

  • Die Schaffung eines landkreisweiten Netzes an dezentralen Kleinpflegeinrichtungen mit betreutem Wohnen und Tagesbetreuung
  • Unterstützung von bestehenden und neuen ehrenamtlichen Hilfsangeboten, wie Nachbarschaftshilfe und anderer Unterstützung

Solide Finanzen

Unser Landkreis ist einer der am höchsten verschuldeten Landkreise in ganz Bayern. Durch aktuell angestrebte Großbauprojekte wird sich der Schuldenberg in den nächsten Jahren weiter deutlich erhöhen. Gleichzeitig zahlt der Landkreis jährlich ca. 250.000 € Strafzinsen, weil vorhandene liquide Mittel nicht abgerufen werden. Zusätzlich werden den Gemeinden durch eine hohe Kreisumlage 52% ihrer Einnahmen entzogen.

Ich möchte daher:

  • durch eine maßvolle Investitionspolitik, kluge Prioritätensetzung und eine vorausschauende Planung Schulden reduzieren und Strafzinszahlungen vermeiden
  • durch eine gesenkte Kreisumlage den Gemeinden Handlungsspielraum zurückgeben